Der Schweredruck in Flüssigkeiten

Taucht man in im Wasser in größere Tiefen herab, empfindet man einen mit steigender Tiefe höheren Druck, der sich vor allem durch ein unangenehmes Gefühl in den Ohren bemerkbar macht. Verursacht wird dieser Druck aber nicht, wie der Stempeldruck, durch einen Stempel, sondern durch die Gewichtskraft, die die darüberliegende Flüssigkeitssäule ausübt.

Man bezeichnet diesen Druck als Schweredruck. Wie der Stempeldruck hat auch er keinerlei Richtung und ist überall gleich stark, variiert aber in Abhängigkeit von der Höhe der Flüssigkeitssäule über ihm. Das heißt, in der gleichen Tiefe ist der Schweredruck unabhängig von der Größe und Form des Gefäßes gleich groß.

Zur Berechnung des Schweredrucks muss man lediglich die Dichte ρ oder die Wichte γ der Flüssigkeit und die Höhe h der Flüssigkeit über der Position kennen. Das Volumen oder die Fläche der Flüssigkeit spielen keinerlei Rolle, da sie bei der Herleitung der Formel wegfallen.
Es gilt:

p = ρ * g * h
g = 9,81 m/s^2
p = γ * h

Diese Formeln gelten aber nur für den Schweredruck in Flüssigkeiten, nicht in Gasen.