Die Eigenschaften der Gase

Die physikalischen Verhalten der Gase stimmt weitgehend mit denen der Flüssigkeiten überein, so dass die bei den Flüssigkeiten gefundenen Gesetze zum größten Teil auch für Gase gelten. Bei der Untersuchung der physikalischen Gaseigenschaften wird meist Luft verwandt.

Hier zunächst die wichtigsten, elementarsten Eigenschaften der Gase:

-Gase nehmen, wie alle anderen Körper, einen Raum ein.

-Die Atome bzw. Moleküle eines Gases haben zeinander recht große Abstände.

-Die Atome bzw. Moleküle eines Gases sind frei beweglich. Sie verteilen sich vollständig im zur Verfügung stehenden Raum. Auf die Gefäßwände üben sie druck und somit auch Kräfte aus.

-Um eine Volumenänderung herbeizuführen reichen schon kleine Drücke bzw. Kräfte aus.


Wie auch Festkörper und Flüssigkeiten haben Gase eine Masse. Dies ist eine recht moderne Entdeckung: erst 1672 gelang es O. v. Guericke die Gewichtskraft der Luft nachzuweisen.

Dieser Nachweis wird erbracht, indem ein festes Gefäß gewogen wird, während sich noch Luft im Inneren befindet. Anschließend wird mit eine Pumpe möglicht viel Luft abgesaugt. Nun wird das Gefäß erneut gewogen.

Die Dichte der Luft ergibt sich dann:

ρ = (mvoll – mleer) / VKörper


Wichtig ist es, dass das Gefäß fest ist und sein Volumen während des gesamten Versuchs nicht ändert. Der in Grundschulen oftmals gezeigte Versuch des Luftbalons, der voll mehr wiegt als leer, ist also nicht zulässig. Die hier eintretende Gewichtsänderung beweist die Masse von Luft nicht, sondern höchstens indirekt. Sie ist auf andere Ursachen zurückzuführen, nämlich auf die Kompression der Luft im Balon, die zu einer erhöhten Dichte führt.