Der Aufbau von Magneten

Der Aufbau eines Magneten

Als Modellvorstellung kann man ferromagnetische Stoffe in kleine Bezirke (Elementarbereiche) aufteilen, die jeder für sich einen eigenen Nordpol und Südpol haben (daher heißen sie auch Elementarmagneten).

Normalerweise sind die Elementarmagneten ungeordnet. Die Nord- und Südpole zeigen in alle Richtungen, die magnetische Kraft wird dadurch neutralisiert. Man kann die Elementarmagneten in eine bevorzugte Richtung bringen (magnetisieren), der Magnet zeigt dann nach außen hin magnetische Wirkungen. Zeigen alle Elementarmagneten in exakt die selbe Richtung, spricht man von magnetischer Sättigung (stärker kann der Magnet dann nicht mehr werden). Man magnetisiert einen ferromagnetischen Stoff, indem man einen Magneten an ihm entlangzieht und so die Elementarmagneten ordnet. Durch starke Erschütterungen und Temperaturen über 770°C wird ein Magnet wieder entmagnetisiert, die Elementarmagneten geraten in Unordnung.

In einem Eisen- oder Stahlstück werden beim Magnetisieren keine Materieteilchen bewegt. Nur die Polrichtung der magnetischen Elementarmagneten wird einheitlich ausgerichtet.