Elektromotor

Stellt man eine stromdurchflossene Spule in einem Hufeisenmagneten so auf, dass die gleichen Pole des Elektromagneten und des Hufeisenmagneten beieinander liegen, so dreht sich die Spule um 180°.


Wenn man die Spule nach 180° umpolt, dreht sie sich weiter bis sie wieder ihre ursprüngliche Stellung eingenommen hat, da erneut durch das Umpolen die gleichen Pole beieinander liegen und sich abstoßen.
Auf diese Weise erreicht man eine vollständige Umdrehung um 360° und kann die Spule durch weiteres Umpolen zum richtigen Zeitpunkt immer weiterdrehen.
Die Drehrichtung hängt von der Lorentz-Kraft ab.

Das Umpolen erreicht man, indem man einen Kommutator benutzt.

Der Kommutator dreht sich mit der Spule mit und wenn die Isolation, die beide Halbkreisscheiben voneinander trennt, von den Schleifkontakten überschritten wird, werden die Anschlüsse an der Spule umgepolt.

Der feststehende Magnet wird als Stator bezeichnet, der sich drehende als Rotor.
Ein Eisenkern im Stator heißt auch Anker.

Benutzt man statt dem Dauermagneten einen Elektromagneten, unterscheidet man zwei Arten von Motoren:

  • Hauptschluss-/Reihenschlussmotor: Stator und Rotor sind in Reihe geschaltet. Dadurch kann der Moror seine Leistung auf die momentane Anforderung anpassen, da sich Stromstärke in Rotor und Stator gleichmäßig verändert.
  • Nebenschlussmotor: Stator und Rotor sind parallel geschaltet.

    Wenn der Motor mit Wechselstrom betrieben wird, müssen sowohl Rotor als auch Stator aus Elektromagneten bestehen. Dann werden beide zur gleichen Zeit durch den Wechsel der Stromrichtung umgepolt, so dass dieser keine Rolle spielt. Motoren, bei denen ein Dauermagnet verwandt wird, können nicht mit Wechselstrom betrieben werden.