Elektrische Ladung

Was fließt durch den Stromkreis?
Die elektrische Substanz, die durch die Leiter fließt, heißt elektrische Ladung. In diesem Versuch sieht man, dass elektrische Ladung Mengencharakter hat:

Versuch: Die isoliert gehaltene Kugel wird erst an die Glimmlampe gehalten, die mit dem Minuspol verbunden ist, dann an die, die mit dem Pluspol verbunden ist.

Beobachtung: Die Lampen blitzen kurz auf, es ist also eine gewisse Menge an elektrischer Ladung durch sie hindurchgeflossen.
Der elektrische Strom ist bewegte Ladung. Wie auch beim Wasserkreislauf kein Wasser verloren geht, kann auch beim elektrischen Stromkreis keine Ladung verloren gehen, daher braucht die Stromquelle nicht ständig neue Ladung zu produzieren, sondern nur die vorhandene durch den Stromkreis zu "pumpen".

Eigenschaften der elektrischen Ladung
Es gibt zwei Arten von elektrischer Ladung: positive und negative. Gleiche Ladungen stoßen sich ab, ungleiche ziehen sich an. Berühren sich verschiedenartige Ladungen in gleicher Menge, neutralisieren sie sich gegenseitig.

Reibungselektrizität
Wenn man Fell (am besten Katzenfell) und Glas aneinander reibt und danach schnell auseinanderzieht, dann ist das Glas negativ geladen und das Fell positiv. Wenn man hingegen Seide und Kunststoff reibt, ist das Glas positiv geladen. Wenn man sie wieder aneinander hält, kann man die gegenseitige Neutralisation sogar in Form eines Knisterns hören. Auch Bernstein läd sich sichtbar auf, wenn man ihn an Wolle reibt. Der Griechische Begriff für Bernstein ist "Elektron". Er ist Namensgeber für elektrische Phänomene, also die Elektrizität.
Dabei ist der Vorgang der Reibung selbst nicht die Ursache der Ladung. Im Grunde ist die innige Berührung der beiden Materialien von Bedeutung. So wird auch eine in Wasser getauchte Parafinkugel (Wachskugel) elektrisch geladen, obwohl nur eine zu vernachlässigende Reibung auftritt.

 

Faraday
Michael Faraday fand heraus, dass das Innere eines geladenen Metallkörpers elektrisch neutral ist. Treffen also Blitze auf einen Metallkörper wie ein Auto oder Flugzeug, so ist man im Inneren sicher, weil dorthin keine Ladung vordringt. Man nennt die metallischen Außenwände daher Faraday-Käfig.